Nachhaltigkeit

Notwendigkeit

Nachhaltigkeit ist längst kein Trend mehr, sie beschreibt einen Teil unserer Lebenseinstellung. Dem Bewusstwerden, dass unser Lebensstil Folgen hat und wir uns alle für unseren ökologischen Fußabdruck verantworten müssen. Doch wie fängt man an nachhaltig zu denken und sein Bewusstsein zu schärfen? Was könnte ihr erster Schritt in eine umweltbewusstere Zukunft sein? Der Kilo Laden ist Teil dieser Lösung!

Auf eine schwierige Thematik folgt ein simples Beispiel. Ein neu produziertes Baumwoll T-Shirt (250 gr.) verschlingt bis zu 7.000 kg Wasser, 500 gr. Chemikalien. Zusätzlich werden 7 kg C02 in der Herstellung und Distribution in die Erdatmosphäre freigesetzt. Dasselbe T-Shirt landet nun bei uns in den Läden. Die verbrauchten Ressourcen bekommen wir nicht wieder, doch sie werden durch die Wiederverwendung eines Zweitverbrauchers halbiert. Dabei spart der Kunde jede Menge Geld und ist stolzer Besitzer einzigartiger und schwer auffindbarer Einzelstücke geworden. Ein nachhaltiger Akt, welcher der Ausbeutung unserer Erde entgegensetzt.

Konsumverhalten

Wir befinden uns im ständigen Wandel. Das Internet hat unser Konsumverhalten auf den Kopf gestellt. Jetzt wird einem per Mausklick die neuste Kollektion diverser Internetanbieter direkt vor die Haustür geliefert. Dazu gibt es von nur einer Marke jährlich bis zu 10 Kollektionen. Wo kommen diese Unmengen an Kleidung her? Unter welcher Bedingung werden sie hergestellt? Steckt in der Kleidung nicht nur wertvolle Ressourcen, sondern auch das Blut eines Kindes?

90% unserer gesamten Kleidung stammt aus Asien. Vor allem China ist dabei der Hauptexporteuer von Textilien weltweit. Dort sind die Umweltverschmutzungen deutlich spürbar. Bis zu zwei Drittel der Seen sind dort bereits massiv verschmutzt. Die Prozessstufen der Textilherstellung weisen, durch den Anbau, die Produktion der Rohfasern und die Veredlung der Textilien, verheerende Umweltverschmutzungen vor. Beim Anbau von Baumwolle werden immense Mengen an Wasser benötigt. Um zusätzlich die Ernte ertragreicher zu machen, werden im hohen Maße Dünger und Pestizide eingesetzt. Diese stellen bekannter weise prekäre Umweltbelastungen dar.

Bei der Produktion von Kunststoffasern wird der wertvolle Rohstoff Erdöl verwendet. Bei der Produktion dieser Stoffe entstehen viele Abfallprodukte, die oftmals illegalerweise und ohne Auflagen in die Umwelt gelangen. Diese Synthetischen Fasern werden, durch das Abnutzen der Kleidung in Wäschen etc., in Mikroplastik versetzt. Das Mikroplastik gelangt ohne Probleme in jegliche Organismen ein und verseucht uns und unsere Umwelt. In Ländern wie Bangladesch, Indien, Nepal und Indonesien gehört die Kinderarbeit in der Textilindustrie leider zum Alltag. In diesen Gebieten arbeiten circa 12 Millionen Kinder unter menschenverachtenden Umständen, wobei die Dunkelziffer bei einem fünfmal so einen hohen Wert liegen soll.

Fast-Fashion

Der Hauptgrund dieser Auswirkung ist die Entwicklung unserer Gesellschaft. Wir haben uns zu einer Wegwerfgesellschaft geformt. Unser Konsum steigt in einem rasanten Tempo an und es scheint kein Ende von der Fast-Fashion zu nehmen. Wir sind keine stillen Zuschauer dieser Misere sondern sind die Ursache und Aufrechterhalter der Krankheit, die sich Umweltverschmutzung nennt, welche nicht nur uns betrifft sondern auch zukünftige Generationen. Um den bewussten und ökologischen Weg einzuschlagen, müssen wir unser Kaufverhalten überdenken und anfangen langlebig und bewusster zu handeln!

Unser Unternehmen

Wir stehen für eine umweltbewusstere Zukunft ein und schaffen aus unserer Second-Hand Kleidung eine individuelle, vielschichtige und vom Mainstream unabhängige Mode. Gönn dir etwas Besonderes und tue der Umwelt dabei was Gutes! Doch wo beginnt bei uns der nachhaltige Gedanke?

Wir fangen klein an, indem wir unsere zu transportierende Ware in behandelte Bettwäsche verpacken und somit das Benutzen von Plastiktüten stark minimieren können. Jedoch gibt es immer gewisse Mengen an Müll und ausgesonderten Kleidungsstücken, die wir nicht mehr im Verkauf anbieten können. Um unsere Retourware aus unseren Second-Hand Läden weiterverarbeiten zu können, werden diese gesondert in Polyester, Baumwolle und Müll sortiert. Dabei entsteht durchschnittlich bis zu fünf Prozent Müll, jedoch werden an die 95 Prozent der nichtverkauften Bekleidung reused und recycelt. Aus den ausgesonderten, aber noch wertvollen Ressourcen, Polyester und Baumwolle stellt unser Partner unter anderem Malerflies her.

Jedoch besteht unsere Retourware nicht nur aus Polyester und Baumwolle. Was passiert nun mit der nicht recycelbaren Waren ? Wir knüpfen Kontakte nach Polen und Afrika, wobei wir immer sicherstellen, dass die Textilien reused werden. Die Kleidung wird dort in weiteren Second-Hand Läden oder dem offenen Markt verkauft.

Unsere Ware beziehen wir zurzeit aus einer dänisch karitativen Organisation, die sich für Bereiche sozialer Anliegen und humanitärer Hilfe einsetzt. Bei jeder Transaktion mit unserem Partner, unterstützen wir Waisenhäuser, Pflegeheime und Schulen, wenn sie auf Entwicklungshilfe angewiesen sind. Sie leisten so einen wichtigen Beitrag zum Funktionieren des gesellschaftlichen Ganzen dazu. Somit tragen auch sie als Kunden zu einer sozialeren und umweltbewussteren Zukunft bei.

Nachhaltigkeit

Wir als Unternehmen versuchen der Verschmutzung und Ausraubung der Erde, unserem zuhause, ein großen Schritt entgegenzuwirken. Doch wie wir wissen: Ein einzelner Zweig bricht, doch ein Bündel von Zweigen ist stark. Seien wir stark zusammen und formen eine bessere Zukunft. Wir haben einen Anfang geschaffen, schaffen sie ihren und wir begleiten sie dabei. Ob es beim Reduzieren von Plastikverpackungen, das Bevorzugen von Fairtrade Produkten oder der Erwerb einer Second-Hand Kleidungsstück ist, sie handeln bewusst und zukunftsorientiert.